
Hundeaugen
Hundeaugen wunderschön
sehn dich strahlend an.
Sagen wolln spazieren gehen,
komm zieh dich schon an.
Leuchten wenn du kommst nach Hause
liebend schaun sie hoch zu dir.
Schwänzchen wedeln, Bäuchlein kraulen!
Bitte bleib doch jetzt bei mir!
Manchmal können sie auch sagen,
"habe etwas angestellt.
Sei mir bitte nicht mehr böse,
mach sie wieder hell die Welt"
Könnte man denn solchen Augen,
ernsthaft wirklich böse sein?
Ist doch dieses kleine Wesen
unser ganzer Sonnenschein.

Hier leben Hunde
Wenn Du nicht mit Pfoten und wedelten Ruten begrüßt werden willst
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.
Wenn Du das Gefühl von kalten Nasen und nassen Zungen nicht magst,
dann komm nicht herein, den hier leben Hunde.
Wenn du nicht über herumliegendes Spielzeug steigen willst,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.
Wenn Du denkst, dass ein Haus nach Parfum riechen sollte,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.
Aber wenn Dir das alles nichts ausmacht, dann komm herein und
Du wirst automatisch geliebt werden, denn hier leben Hunde.

Ich vermisse Dich Freund
Du, mein Hund, bist tot und ich bin still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.
Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist eine große Last, die ich in mir trag.
Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.
Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn Deine Art war einfach unvergesslich.
Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.
Ich erzählte Dir all meine Sorgen
und fühlte mich bei Dir geborgen.
Ich hatte Dir so viel zu sagen
an manchen schlechten Tagen.
Du warst für mich ein Lichtblick in dieser Welt
und nicht aufzuwiegen mit viel Geld.
Du warst mir immer sehr treu,
worüber ich mich auch heute noch freu.
Nun hast Du mich verlassen und ich bin noch hier,
ach wärst Du doch noch bei mir, mein treues Tier.
Du, mein bester Freund, bist nun für mich verloren
und stehst schon im Tierparadies vor den Toren.
Die letzten Tage hast Du sehr gelitten
und ich hörte Deine stillen Todesbitten.
Doch auch wenn der Tod letztendlich das beste für Dich war
komme ich mit Deinem Tod einfach nicht klar.
Ich habe getrauert über Deinen Verlust
und bin gefallen in einen tiefen Frust.
Ich werde Dich nie wieder toben sehen,
wie soll ich das nur jemals verstehen.
Ich hätte nie gedacht, dass Deine Zeit kommt so schnell schon,
aber Deine Krankheit trug Dich mir davon.
Du musstest einfach zu früh gehen,
aber das hätte ich auch ein paar Jahre später so gesehen.

Gestatten, Bäri |
Gestatten, Bäri ist mein Name.
Ich glaube man hört’s, ich bin keine Dame.
Bin im Sternzeichen des Löwen geboren,
ohne Stammbaum, dafür mit "Lampi-Ohren".
Ich bin ein Mischling und keine noble Rasse,
dafür ist mein Beruf grosse Klasse.
Ich wurde noch vor nicht all zu langer Zeit,
Blindenhund, und bin jetzt immer zum Dienst bereit.
Mit Freude führe ich blinde Menschen durch die Welt,
und dies nur für Lob, nicht für Geld.
Den meisten Menschen komme ich komisch vor,
erwarten sie doch als Führer einen Labrador.
Nein, nein, ich kann euch schwören,
als Blindenhund muss man nicht einer bestimmten Rasse angehören.
Ob Königspudel, Riesenschnauzer oder Schäferhund,
Hauptsache der Charakter stimmt, und bist gesund.
Blindenhunde kann man auch nicht Klonen,
obschon bei mir täte sich dies wohl lohnen.
Ach ist der süss, ach ist der niedlich,
so tönt es überall, zudem bin ich auch friedlich.
Am liebsten gehe ich in die Stadt,
ist es dort doch meistens sauglatt.
Versuchen mir dort unzählige Hindernisse das Leben schwer zu machen,
so kann ich darüber natürlich nur lachen.
Sagt mir mein Meister "Avanti", so kann ich starten,
bei "Ferma" muss ich stehen, Bei "Resta" muss ich warten.
"Banca" heisst einen freien Sitzplatz suchen,
Zeige ich einen besetzten, so hört man jemanden fluchen.
So etwas mache ich natürlich nicht,
höchstens für den Reim in diesem Gedicht.
Wenn mich etwas hinten plagt,
so wird zu mir "stacca" gesagt.
So ein befohlener Geschäftsabschluss
ist hohe Kunst, vor allem, wenn man nicht muss.
Mit ein bisschen Treffsicherheit,
ist das Robidog-Säcklein zu treffen eine Kleinigkeit!
Mit dem Befehl "Taxi" suche ich einen Bus, Zug oder Lift.
Die muss ich meistens suchen, wenn es schifft,
oder auch um möglichst weit fort zu kommen,
wird eines dieser Gefährte genommen.
Auch das Autofahren finde ich voll krass!
Man kommt überall hin, und macht total spass.
"Libera" heisst, ich habe frei oder eine Pause.
"Casa" , wir gehen nach Hause.
"Ritor" heisst wir kehren um,
"Passare", die Strasse überqueren, aber nicht krumm.
Auf den Befehl "Scala" muss ich eine Treppe anzeigen,
und auf "Vai" sie auch noch hinauf oder hinunter steigen.
Auch ein Hund hat so seine Sorgen,
zum Beispiel das Aufstehen am frühen Morgen.
Kaum ist mein Meister aus dem Bett gehüpft,
ist er auch schon in die Schuhe geschlüpft.
Ich würde lieber noch ein bisschen auf meinem "Posto" verweilen,
als schon in aller Herrgottsfrühe ins Dorf zu eilen.
Ansonsten darf ich nicht klagen,
und sollte mich einmal der Hunger plagen,
so brauche ich nur etwas lieb zu schauen,
so etwa, wie manche Frauen,
dann kriege ich eine Schüssel voll von der feinsten Sorte,
und zum Nachtisch eine Hundetorte.
Also ihr seht, ich führe ein tolles Leben,
Ich kann meinem Meister so viel geben.
Wir sind zwei Freunde für alle Fälle,
am liebsten heirateten wir gleich auf der Stelle!
Ich bin ein Hund der besonderen Klasse,
ohne Stammbaum und ohne Rasse!



Gedanken eines Kampfhundes

Bleib' noch einen Tag
|
Lange kannte ich dich nicht,
da stands du schon bei Gott vor Gericht.
Ich wollte das nicht verstehen
und ließ dich nicht gehen.
Ich dachte das ich ohne dich nicht leben mag
und bat dich: "Bitte bleib´noch einen Tag."
Deinen Kopf, den streichel ich.
Was hier passiert versteh´ich nicht.
Ich glaube nicht, daß ich dein Tod ertrag´,
"Bitte bleib´noch einen Tag."
Beim letzten Schritt, da halt ich dich.
Dein Blick sagt mir: "Ich liebe dich."
Gute Zeiten hatten wir,
komm zurück und bleib bei mir.
Zu spät, es ist vorbei.
Meiner Kehle entrinnt ein Schrei.
Nie werde ich dich vergessen,
kein Hund kann sich an dir messen.
Ein neuer Hund, der ist schon da.
Für mich das Beste, ist wohl klar.
Und wenn er das Leben nicht mehr mag,
frag´ ich wieder: "Bleib´noch einen Tag."

Dein treuer Hund

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Mein Hund
|
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Wenn Dir ein Mensch ein Unrecht tut,
und wird es Dir zu bunt,
beschimpfst Du ihn in Deiner Wut
und nennst ihn einen Hund !
Bedenkst nicht, daß Dein treues Tier
nie so sein könnt wie der,
der Name Hund ist, glaube mir,
ein Schimpfwort nimmermehr.
Ein treues Herz, ein treuer Blick,
das gibt´s noch auf der Welt,
denn auch im Schmerz, nicht nur im Glück
ein Wesen zu dir hält.
Doch suchst bei Menschen Du die Treu,
vergeblich suchst Du da aufs Neu,
in Leid und Freud, zu jeder Stund,
hält einer Treu zu Dir: Dein Hund !
Er dankt für jedes kleinste Stück
und blickt Dich an beseelt,
er spricht zu Dir mit seinem Blick,
weil ihm die Sprache fehlt.
Erkenne den Wert, bevors zu spät,
sei gut zu Deinem Tier !
Denn wenn Dein Hund zugrunde geht,
hält niemand mehr zu Dir.
Nur wer wie ich den Hund verlor,
der ihm von Herzen lieb,
versteht es, was in mir ging vor,
als ich den Spruch ihm schrieb.
Treu war sein Blick und treu war er
bis zur letzten Stund.
Er war mir lieber als ein Mensch,
war er auch nur ein Hund !
Ein treues Herz, ein treuer Blick,
verloren hab ich ihn,
es ging von meinem Herz ein Stück
mit meinem Hund dahin.
Jetzt such bei Menschen ich die Treu,
vergeblich such ich da aufs Neu,
in Leid und Freud, zu jeder Stund,
war mir nur einer treu: MEIN HUND !

Treue Seele
Mein Hund ist eine treue Seele,
verläßlich und ein Kamerad,
Er hört aufs Wort und die Befehle
befolgt er draußen und privat.
Sein Stammbaum wächst in einer Gasse,
kein Wort von ihm steht auf Papier.
Er stammt aus einer Mischlingsrasse,
ein aufgewecktes, schlaues Tier.
Von Kindern läßt er sich gern streicheln.
Und er beschnuppert seine Welt.
Wenn miese Menschen ihn umschmeicheln,
wird er erst wütend, bis er bellt.
Zur Pflege hab' ich ihn genommen,
im Tierheim hat er einst gewohnt.
So bin ich auf den Hund gekommen.

| Ich weiss noch genau die Stunde, Hochgenommen auf den Arm, Ab ins Auto, schon gings los, Ins Körbchen setztest du mich nun, Keiner war zum Spielen da, Dann kamst du in Zimmer rein, Es war als hätte ich geträumt, Viele Jahre sind wir nun zusammen, Ich will es nun doch einmal wagen Denke dann in stillen Stunden, Eine Liebe, rein wie das Licht, Dein Hund
Der letzte Gang Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Wesenstest Nun gib mir endlich einen Grund
Treue Ihr liebt die treuen Hunde nicht?
Tierheim (Hinter einem Eisengitter) Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
Warum? Du hast in meine Augen gesehen,
Ein treues Herz Ein treues Herz, ein treuer Blick,
Im Tal des Regenbogens Kleines Seelchen in der Nacht,
Der alte Kettenhund Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Man hat mir meinen Hund genommen!
Ich bat um Stärke,
Einer bleibt selten allein
Du willst also ausstellen -
Bis vor kurzem hatte ich ![]()
Das Leben geht weiter, die Erde bleibt rund
(von Inge Eberstaller) |
||||||||

Geschichten
Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an und ein Rudel von Hunden
kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu begrüssen.
Er war darauf gefasst, dass er nun angegriffen würde,
aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.
Anstatt ihn zu beissen, küssten sie ihn einfach.
Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihm.
Keiner von ihnen wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren,
so wie er damals, und dann als Kampfhund benutzt, um dann in der Gosse
zu sterben, weil er eine hässliche Promenadenmischung war.
Sie erklärten, dass sie auf ihre Herrchen warten würden,
die sie so geliebt hatten.
Was IST Liebe?, fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die Erde
zurückkehren um das herauszufinden.
Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen darauf,
geboren zu werden.
Ängstlich wartete er bis zuletzt,
als er dann an den Hinterfüssen herausgezogen wurde.
Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab.
Sie zeigten ihm, wo es einen warmen Schluck mit warmer Milch gab.
Er hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten.
Seine Brüder und Schwestern waren weitaus kräftiger als er selbst
und stiessen ihn zur Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen
ein wenig zur Seite und hielten seinen Körper, so konnte er trinken.
Aaaahhh .. so ist es besser! dachte er und trank,
bis er erschöpft war und zusammengekuschelt
bei seiner Mutter eingeschlafen ist.
Ich erinnere mich genau daran sagte er erfreut.
Zu dumm, dass ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kälte
und Nässe musste um dort zu kämpfen und als Verliererhund sterben musste.
Ich erinnere mich, was es heisst ein Hund zu sein....
dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken,
aber er fiel immer wieder zur Seite weg.
Wenn die anderen vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt
und er konnte nur noch die Restmilch trinken,
die die anderen übrig gelassen hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte,
dass er auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer,
als er an der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug,
dass er aufstehen konnte. Er war noch so klein und schmächtig.
Er fiel auf den Rücken und konnte sich nicht mehr aufrichten.
So begann er zu schreien.
Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand
wieder da und dann gaben sie ihm einen Gumminippel in den Mund.
Es hat nicht so gut geschmeckt, wie die der Mutter,
aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen.
Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen nicht voll entwickelt waren.
Er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die Gebärmutter
zu folgen als er die letzte Chance von der Regenbogenbrücke genommen hatte.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn zugedeckt
mit einem warmen, weichen Tuch auf den Bauch genommen hatte.
Das hielt seinen knochigen Körper schön warm
und die wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten haben ihn sehr beruhigt.
Er dachte wieder an seinen neuen Freund,
der so lieb an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott fragte,
ob er wohl nochmals zurück dürfte.
Gott sagte : Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist.
So wurde er für einige Stunden ( es kam ihm vor wie Tage
aber er wusste ja nicht was Zeit ist und es war ja auch dunkel),
gaben ihm die Menschen seine Milcheinheiten und gaben ihm
die Wärme und Liebe seiner Mutter wieder.
Er wurde grösser und agiler und der Mensch nahm ihn immer öfters
aus dem Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost und geküsst wurde
und er den Herzschlag hören konnte der fest und lieb klang.
Dann kam Gott und fragte ihn:
Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke zurück zu kommen?
Ja antwortete er, mit einer kleinen Wehmut,
weil der Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann.
Er liess die Luft aus seinen Lungen und ging zurück über die Regenbogenbrücke.
Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte
und seinen Körper in Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt hatte.
Danke Gott, sagte er.
Liebe ist WUNDERBAR
und nun werde ich auch an der Regenbogenbrücke auf den Menschen warten,
um ihr beim eintreffen zu sagen, dass ich sie auch geliebt habe.

ich bin es, Bonnie, dein Hündchen, der Dir diesen Brief schreibt.
Ich bin im Paradies der Tiere. Als wir in den Urlaub fuhren,
hieltest Du an und sagtest: "Steig aus Bonnie, steig aus".
Ich sprang aus dem Wagen und Du machtest die Tür zu und fuhrst fort.
Erst dachte ich, Du wolltest mir nur Angst machen,
aber als ich Dein Auto in der Ferne verschwinden sah, da wurde mir klar:
Du hast mich ausgesetzt. Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit.
Ich lief Dir nach, aber ich konnte Dich nicht mehr einholen.
Ich lief und lief - ohne zu wissen wohin
und dabei wurde ich von einem Auto angefahren
und in einen Graben geschleudert - ich konnte mich nicht mehr bewegen.
Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen,
und in meiner Not habe ich Dich um Hilfe gerufen,
aber Du warst schon weit weg. Deinem Urlaubsziel entgegen.
Nach langen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich.
Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig.
Sag mir, warum hast du das getan? Hast Du mich so wenig lieb gehabt?
Wir sind sehr viele, die von ihren Familien ausgesetzt wurden,
alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der Dich und mich erschaffen hat,
möge Dir verzeihen.
"Dein Bonnie, der Dich so lieb hatte"

Bin ich jetzt berühmt?
Heute wurde ich geboren. Eins von zehn.
Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder
und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt.
Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand,
keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig,
wenn sie von ihr weggehen. Heute verließ ich mein Heim.
Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter
und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht.
Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein.
Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten?
Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat,
daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.
Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich.
Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch.
Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig,
weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist.
Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind.
Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich
auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkelchen und Fröschen.
Ich weiß nicht, warum sie mich treten.
Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge.
Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte.
Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg,
bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann.
Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.
Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm.
Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen,
aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist,
hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen.
Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell.
Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen.
Ich bin auch sehr durstig.
Jetzt habe ich nur noch acht.
Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen.
Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach.
Vielleicht können wir etwas Futter bekommen,
wenn ich sie auf die Veranda trage?
Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand,
uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen.
Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten.
Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan.
Sind meine Babies jetzt berühmt?
Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.
Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit.
Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten.
Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht.
Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein.
Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.
Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals
und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war
und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch.
Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!!
Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen,
der mich gestreichelt hatte.
Jetzt bin ich berühmt: Heute hat sich jemand um mich gekümmert.

Die Geschichte von Lea
Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell,
aber sie war oft krank und sehr dünn.
Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern.
Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen,
hatte ich furchtbare Angst und war so traurig.
Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen
und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.
Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten
und dass das Geschrei meiner Schwester
und mir ihnen auf die Nerven gingen.
So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,
ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.
All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche -
wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.
Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.
Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen.
Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.
Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen,
die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.
Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.
Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.
Oft hören wir sagen "oh, sind die süss, ich will eines",
aber dann gehen die Leute wieder fort.
Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.
Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,
wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.
Als sie Sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie,
sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden,
damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen,
als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !
Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute,
die sich tatsächlich für MICH entschieden haben.
Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei
und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.
Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Hundchen.
Ich heisse jetzt Lea.
Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar.
Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,
passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel,
viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen
und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen
und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt.
Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.
Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin,
das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok,
dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien
meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,
sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln
und von Dysplasie E und von Herz zwei.
Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie
gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem
begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen
sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh.
Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot,
wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.
Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein,
aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich.
Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt
und immer hiess es "genetisch" und "nichts machen".
Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen,
möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.
Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.
Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken
und nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ?
War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ?
Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.
Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !
Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht
des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.
Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst.
Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben.
Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich,
und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank,
der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.
Ein Traum: ich sehe meine Mama,
meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese.
Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück.
So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen
auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln
und einem kleinen Schnuffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen,
es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea

Eine Geschichte zum Nachdenken
Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt,
darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen.
Dieser Satz lockte Kinder an.
Bald erschien ein kleiner Junge und fragte:
"Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer meinte:
"Zwischen 30 und 50 Dollar"
Der kleine Junge griff in seine Tasche und zog etwas Wechselgeld heraus.
"Ich habe 2,37 Dollar. Kann ich sie mir anschauen?"
Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin
namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäftes hinunter,
gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eines davon war einzeln,
ersichtlich weit hinter den anderen. Sofort sah der Junge
den humpelnden Kleinen. Er fragte: "Was fehlt diesem kleinen Hund?"
Der Mann erklärte, dass als der Kleine geboren wurde, der
Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest
seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte
"den kleinen Hund möchte ich kaufen." Der Mann antwortete,
"nein, den kleinen Hund möchtest Du nicht kaufen.
Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir."
Der kleine Junge war ganz durcheinander.
Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte
"Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist genauso viel wert
wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen.
Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann 50 Cents jeden Monat,
bis ich ihn bezahlt habe." Der Mann entgegnete
" Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen,
hüpfen und spielen können wie die anderen kleinen Hunde."
Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf
und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein,
geschient mit einer dicken Metallstange.
Er sah zu dem Mann hinauf und sagte "na ja, ich kann auch nicht
so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis
für ihn hat" Der Mann biss sich auf seine Unterlippe.
Tränen stiegen ihm in seine Augen, er lächelte und sagte:
"Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass
jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie Dich haben wird"
