Gedichte

 


Hundeaugen

Hundeaugen wunderschön
sehn dich strahlend an.
Sagen wolln spazieren gehen,
komm zieh dich schon an.

Leuchten wenn du kommst nach Hause
liebend schaun sie hoch zu dir.
Schwänzchen wedeln, Bäuchlein kraulen!
Bitte bleib doch jetzt bei mir!

Manchmal können sie auch sagen,
"habe etwas angestellt.
Sei mir bitte nicht mehr böse,
mach sie wieder hell die Welt"

Könnte man denn solchen Augen,
ernsthaft wirklich böse sein?
Ist doch dieses kleine Wesen
unser ganzer Sonnenschein.

Hier leben Hunde

Wenn Du nicht mit Pfoten und wedelten Ruten begrüßt werden willst
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Wenn Du das Gefühl von kalten Nasen und nassen Zungen nicht magst,
dann komm nicht herein, den hier leben Hunde.

Wenn du nicht über herumliegendes Spielzeug steigen willst,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Wenn Du denkst, dass ein Haus nach Parfum riechen sollte,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Aber wenn Dir das alles nichts ausmacht, dann komm herein und
Du wirst automatisch geliebt werden, denn hier leben Hunde. 

Ich vermisse Dich Freund

Du, mein Hund, bist tot und ich bin still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.

Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist eine große Last, die ich in mir trag.

Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.

Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn Deine Art war einfach unvergesslich.

Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.

Ich erzählte Dir all meine Sorgen
und fühlte mich bei Dir geborgen.

Ich hatte Dir so viel zu sagen
an manchen schlechten Tagen.

Du warst für mich ein Lichtblick in dieser Welt
und nicht aufzuwiegen mit viel Geld.

Du warst mir immer sehr treu,
worüber ich mich auch heute noch freu.

Nun hast Du mich verlassen und ich bin noch hier,
ach wärst Du doch noch bei mir, mein treues Tier.

Du, mein bester Freund, bist nun für mich verloren
und stehst schon im Tierparadies vor den Toren.

Die letzten Tage hast Du sehr gelitten
und ich hörte Deine stillen Todesbitten.

Doch auch wenn der Tod letztendlich das beste für Dich war
komme ich mit Deinem Tod einfach nicht klar.

Ich habe getrauert über Deinen Verlust
und bin gefallen in einen tiefen Frust.

Ich werde Dich nie wieder toben sehen,
wie soll ich das nur jemals verstehen.

Ich hätte nie gedacht, dass Deine Zeit kommt so schnell schon,
aber Deine Krankheit trug Dich mir davon.

Du musstest einfach zu früh gehen,
aber das hätte ich auch ein paar Jahre später so gesehen.

Gestatten, Bäri


Gestatten, Bäri ist mein Name.
Ich glaube man hört’s, ich bin keine Dame.
Bin im Sternzeichen des Löwen geboren,
ohne Stammbaum, dafür mit "Lampi-Ohren".

Ich bin ein Mischling und keine noble Rasse,
dafür ist mein Beruf grosse Klasse.
Ich wurde noch vor nicht all zu langer Zeit,
Blindenhund, und bin jetzt immer zum Dienst bereit.

Mit Freude führe ich blinde Menschen durch die Welt,
und dies nur für Lob, nicht für Geld.
Den meisten Menschen komme ich komisch vor,
erwarten sie doch als Führer einen Labrador.

Nein, nein, ich kann euch schwören,
als Blindenhund muss man nicht einer bestimmten Rasse angehören.
Ob Königspudel, Riesenschnauzer oder Schäferhund,
Hauptsache der Charakter stimmt, und bist gesund.

Blindenhunde kann man auch nicht Klonen,
obschon bei mir täte sich dies wohl lohnen.
Ach ist der süss, ach ist der niedlich,
so tönt es überall, zudem bin ich auch friedlich.

Am liebsten gehe ich in die Stadt,
ist es dort doch meistens sauglatt.
Versuchen mir dort unzählige Hindernisse das Leben schwer zu machen,
so kann ich darüber natürlich nur lachen.

Sagt mir mein Meister "Avanti", so kann ich starten,
bei "Ferma" muss ich stehen, Bei "Resta" muss ich warten.
"Banca" heisst einen freien Sitzplatz suchen,
Zeige ich einen besetzten, so hört man jemanden fluchen.

So etwas mache ich natürlich nicht,
höchstens für den Reim in diesem Gedicht.
Wenn mich etwas hinten plagt,
so wird zu mir "stacca" gesagt.

So ein befohlener Geschäftsabschluss
ist hohe Kunst, vor allem, wenn man nicht muss.
Mit ein bisschen Treffsicherheit,
ist das Robidog-Säcklein zu treffen eine Kleinigkeit!

Mit dem Befehl "Taxi" suche ich einen Bus, Zug oder Lift.
Die muss ich meistens suchen, wenn es schifft,
oder auch um möglichst weit fort zu kommen,
wird eines dieser Gefährte genommen.

Auch das Autofahren finde ich voll krass!
Man kommt überall hin, und macht total spass.
"Libera" heisst, ich habe frei oder eine Pause.
"Casa" , wir gehen nach Hause.

"Ritor" heisst wir kehren um,
"Passare", die Strasse überqueren, aber nicht krumm.
Auf den Befehl "Scala" muss ich eine Treppe anzeigen,
und auf "Vai" sie auch noch hinauf oder hinunter steigen.

Auch ein Hund hat so seine Sorgen,
zum Beispiel das Aufstehen am frühen Morgen.
Kaum ist mein Meister aus dem Bett gehüpft,
ist er auch schon in die Schuhe geschlüpft.

Ich würde lieber noch ein bisschen auf meinem "Posto" verweilen,
als schon in aller Herrgottsfrühe ins Dorf zu eilen.

Ansonsten darf ich nicht klagen,
und sollte mich einmal der Hunger plagen,
so brauche ich nur etwas lieb zu schauen,
so etwa, wie manche Frauen,
dann kriege ich eine Schüssel voll von der feinsten Sorte,
und zum Nachtisch eine Hundetorte.

Also ihr seht, ich führe ein tolles Leben,
Ich kann meinem Meister so viel geben.
Wir sind zwei Freunde für alle Fälle,
am liebsten heirateten wir gleich auf der Stelle!

Ich bin ein Hund der besonderen Klasse,
ohne Stammbaum und ohne Rasse!

Liebes Herrchen ,tröste Dich

Liebes Herrchen ,tröste dich,
ich weiß,wie sehr du liebtest mich,
und auch mein Herz schlug nur für dich,
ich nie von deiner Seite wich.
Verband uns traute Zweisamkeit,
und liebten wir es rauszugehn,
des abends die Geruhsamkeit,
ließ manche Sorge schnell vergehn.

Kann dich nun nicht mehr begleiten,
so wird mein Geist dich doch geleiten,
meine Nase kennt jede Wiese,
jeden Windzug,welcher bließ.
Wirst an allbekannten Stellen
auch erinnert sein ans bellen,
wenn du andere Hunde siehst
und vor deinen Tränen fliehst.

Doch so soll dich trösten eins :
Du warst mein Licht des Sonnenscheins,
gabst Futter mir und auch ein Dach,
dafür hielt ich dir treu die Wacht.
Nie verlorn geht diese Liebe,
unerfüllt sie doch erst bliebe,
wenn einander nicht gedacht,
Erinnerung nicht in uns wacht.
Drum gedenke meiner immer ,
sonst der Schmerz wird sein noch schlimmer.
Schließ mich in dein Herz fest ein,
dann werd ich ewig bei dir sein.

Sind Tränen reich geflossen,
denk auch an meine Artgenossen.
Mancher sitzt gar wie in Trance
im Zwinger, hoffend auf die Chance,
welch du bereit wärst, ihm zu geben
und erneut zu zweit zu leben.
Reich erfüllt von Stolz und Mut
tät nun ein neues Tier dir gut.
 
 
 
Hundeträume
 
Sag mir,wovon du träumst,
schlafender Hund.
Von einem Leben ohne Kette-
und einem weichen,warmen Bette.
In meiner Schüssel reichlich Futter-
und einer zärtlich guten Mutter.
Von der Sanftmut meines Herrn-
in der Dunkelheit ein Stern.
Von einer Katze ohne Krallen-
und daß nie mehr Schüsse fallen.
Zwischen Nachbarn keine Feindschaft-
unter allen Rassen Freundschaft.
Weder Folter,weder Schmerzen-
und nicht kalt verschloss`ne Herzen.
Ohne Maulkorb,Zwinger,Hiebe:
Von einer Welt aus lauter
Liebe!

Gedanken eines Kampfhundes

An euch Menschen:
Ich kann leider nichts sagen,
bin nur ein Hund
und werd geprügelt seit Tagen.

Wenn ich nur schreiben könnte,
schrieb ich euch ein Gedicht
und hätte Tränen im Gesicht.

Man sagt, ich wäre ein Kampfhund,
und dass ich gefährlich bin.
Öffnet Eure Augen,
und schaut genauer hin!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug,
von Menschen scharf gemacht,
von diesen skrupellosen,
die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so einen Hund wohl keiner braucht.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit dem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,
geb ich euch Menschen einen Rat,
ich bin ein Hund, ein Kamerad.

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein.
Und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,
der weiss, dass manch ein Mensch nicht besser ist
 
 

Bleib' noch einen Tag

Lange kannte ich dich nicht,
da stands du schon bei Gott vor Gericht.

Ich wollte das nicht verstehen
und ließ dich nicht gehen.

Ich dachte das ich ohne dich nicht leben mag
und bat dich: "Bitte bleib´noch einen Tag."

Deinen Kopf, den streichel ich.
Was hier passiert versteh´ich nicht.

Ich glaube nicht, daß ich dein Tod ertrag´,
"Bitte bleib´noch einen Tag."

Beim letzten Schritt, da halt ich dich.
Dein Blick sagt mir: "Ich liebe dich."

Gute Zeiten hatten wir,
komm zurück und bleib bei mir.

Zu spät, es ist vorbei.
Meiner Kehle entrinnt ein Schrei.

Nie werde ich dich vergessen,
kein Hund kann sich an dir messen.

Ein neuer Hund, der ist schon da.
Für mich das Beste, ist wohl klar.

Und wenn er das Leben nicht mehr mag,
frag´ ich wieder: "Bleib´noch einen Tag."

Dein treuer Hund

Wenn alle dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Geduld,
wird einer dich niemals verlassen
und das ist dein treuer Hund

Und würdest du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen
und leckt dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue
hat er für dich immer parat!
Er beweist es dir täglich aufs neue,
wie unsagbar gern er dich hat.

Nennst du einen Hund dein eigen,
wird du nie verlassen sein,
und solltest du vor Einsamkeit schweigen,
denn du bist doch niemals allein.

Wird einst der Tod dir erscheinen,
und schlägt dir die letzte Stund'
wird einer bestimmt um dich weinen,
und das ist dein treuer Hund.

Drum schäm' dich nicht deiner Tränen,
wenn einmal dein Hund von dir geht!
Nur er ist, das will ich erwähnen,
ein Wesen, das stets zu dir steht.
 
 

 

Mein Hund
 

Wenn Dir ein Mensch ein Unrecht tut,
und wird es Dir zu bunt,
beschimpfst Du ihn in Deiner Wut
und nennst ihn einen Hund !

Bedenkst nicht, daß Dein treues Tier
nie so sein könnt wie der,
der Name Hund ist, glaube mir,
ein Schimpfwort nimmermehr.

Ein treues Herz, ein treuer Blick,
das gibt´s noch auf der Welt,
denn auch im Schmerz, nicht nur im Glück
ein Wesen zu dir hält.

Doch suchst bei Menschen Du die Treu,
vergeblich suchst Du da aufs Neu,
in Leid und Freud, zu jeder Stund,
hält einer Treu zu Dir: Dein Hund !

Er dankt für jedes kleinste Stück
und blickt Dich an beseelt,
er spricht zu Dir mit seinem Blick,
weil ihm die Sprache fehlt.

Erkenne den Wert, bevors zu spät,
sei gut zu Deinem Tier !
Denn wenn Dein Hund zugrunde geht,
hält niemand mehr zu Dir.

Nur wer wie ich den Hund verlor,
der ihm von Herzen lieb,
versteht es, was in mir ging vor,
als ich den Spruch ihm schrieb.

Treu war sein Blick und treu war er
bis zur letzten Stund.
Er war mir lieber als ein Mensch,
war er auch nur ein Hund !

Ein treues Herz, ein treuer Blick,
verloren hab ich ihn,
es ging von meinem Herz ein Stück
mit meinem Hund dahin.

Jetzt such bei Menschen ich die Treu,
vergeblich such ich da aufs Neu,
in Leid und Freud, zu jeder Stund,
war mir nur einer treu: MEIN HUND !

Treue Seele

Mein Hund ist eine treue Seele,
verläßlich und ein Kamerad,
Er hört aufs Wort und die Befehle
befolgt er draußen und privat.
Sein Stammbaum wächst in einer Gasse,
kein Wort von ihm steht auf Papier.
Er stammt aus einer Mischlingsrasse,
ein aufgewecktes, schlaues Tier.
Von Kindern läßt er sich gern streicheln.
Und er beschnuppert seine Welt.
Wenn miese Menschen ihn umschmeicheln,
wird er erst wütend, bis er bellt.
Zur Pflege hab' ich ihn genommen,
im Tierheim hat er einst gewohnt.
So bin ich auf den Hund gekommen.


Danke ...

Ich weiss noch genau die Stunde,
als du kamst in unsere Runde.
Schautest alle einzeln an.
"Diesen nehm ich", sagtest du dann.

Hochgenommen auf den Arm,
ach, bei dir war's so schön warm.
Der Geruch, der war mir neu
und ich dachte voller Scheu:
"Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"
die Frage liess mir keine  Ruh.

Ab ins Auto, schon gings los, 
wohin komme ich denn nun bloß?
Bald war diese Fahrt vorbei,
mir war alles einerlei
Denn vor Angst konnt ich nur beben, 
auf den Teppich ging der Segen. 

Ins Körbchen setztest du mich nun,
sollte mich dort richtig ausruhn
Neugierig sah ich mich um,
ach es war doch auch zu dumm.

Keiner war zum Spielen da,
und nun wurde es mir klar:
jetzt bist du doch ganz alleine
hört denn keiner, dass ich weine?

Dann kamst du in Zimmer rein,
sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,
sie waren weg nun meine Sorgen.

Es war als hätte ich geträumt,
nun hatte ich einen großen Freund.

Viele Jahre sind wir nun zusammen,
gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.
Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,
das Laufen fällt mir gar oft schwer.

Ich will es nun doch einmal wagen
und es dir hier ganz offen sagen:
Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
großer Kummer dich bewegt.
Einen Trost in deinem Leid:
sie war schön mit dir, die Zeit!

Denke dann in stillen Stunden,
wieviel Liebe uns verbunden.
Einer war für den andern da 
und zudem wars immmer klar:

Eine Liebe, rein wie das Licht,
Mein Herz das schlug doch nur für Dich

Dein Hund

Der letzte Gang 

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach 
Und quälende Pein hält mich wach - 
Was Du dann tun mußt - tu es allein. 
Die letzte Schlacht wird verloren sein. 

Daß Du sehr traurig, verstehe ich wohl. 
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. 
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen - 
Muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehen. 

Wir lebten in Jahren voll Glück. 
Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück. 
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei. 
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei! 

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß. 
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß. 
Und halte mich fest und red mir gut zu, 
Bis meine Augen kommen zur Ruh. 

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen, 
Es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen. 
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal - 
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual. 

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist - 
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist. 
Wir waren beide so innig vereint. 
Es soll nicht sein, daß Dein Herz um mich weint.

Wesenstest

Nun gib mir endlich einen Grund
dich einzuschläfern blöder Hund... 
Bin Wesenstester, muss es wissen.
Wie viel hast du schon gebissen ?

Als Kampfhund bist du einst geboren,
das sieht man deutlich an den Ohren.
Bist aggressiv, gemein und wild -
so stand es gestern in der "BILD".

Ich brech dir mit dem Stock die Knochen
das bringt dich sicherlich zum Kochen.
Hör auf zu wedeln, will's nicht seh'n
du musst mir an die Kehle geh'n.

Hör auf zu winseln, will's nicht hören
mich kannst du damit nicht betören.
Vielleicht, das kann gut möglich sein,
fällt dein Besitzer darauf rein.

Doch ich, ich weiss es einfach besser,
du bist und bleibst ein Menschenfresser.
Den treuen Blick, den kannst du lassen,
ich muss und will und werd' dich hassen.

Ich sorg', dass du und all die anderen,
ganz flugs in den Container wandern.
Du knurrst und beisst und wehrst dich nicht,
wie es als Kampfhund deine Pflicht ?

Nun wehr dich endlich blöder Hund
kann dich nicht töten ohne Grund. 

(Verfasser unbekannt)

Treue 

Ihr liebt die treuen Hunde nicht? 
Ist Euren Herzen fremd geblieben, 
was aus der Hundeseele spricht 
und wie ein Hund vermag zu lieben? 

Kommt Ihr ins Elend erst einmal, 
von allen, die Ihr kennt, verlassen, 
und fühlet der Enttäuschung Qual, 
dann lernt Ihr Hundetreue fassen. 

Will unsere Hände er belecken, 
aus klugen Augen auf uns schauend, 
die Pfote uns entgegenstreckend, 
nur uns ergebend, uns vertrauend. 

Dann regt der feste Glaube sich, 
weil uns ein Wesen treu geblieben, 
dann lernt man unerschütterlich, 
den braven Hund von Herzen lieben. 

Und wenn Ihr das Gefühl nicht kennt, 
ich Euch zu sagen mich nicht scheue: 
Vom Hund, den Ihr "Köter" nennt, 
lernt eine Tugend - lernt die Treue!

Tierheim (Hinter einem Eisengitter)

Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund, 
er weint so bitter.... 
habt ihr mich denn ganz vergessen, 
ihr Menschen, die mich einst besessen? 

Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen, 
ihr habt mich hier... allein gelassen? 

Draußen kommt die finstre Nacht, 
habt ihr an meine Angst gedacht? 
Kälte schleicht durch alle Ritzen, 
nirgendwo ein warmes Kissen. 

Müde von dem langen Stehen, 
von dem Warten, von dem Sehen 
und vom Weinen, von dem Jammern, 
such' ich in der kalten Kammer
einen Platz, um auszuruh'n. 

Um mich her sind and're Hunde, 
jeder ist für sich allein. 
Ängstlich heulen sie an Wände, 
gegen harten, kalten Stein. 

Blanker Stein, auf dem ich liege, 
feucht von meinem Seelenschmerz 
Wo sind die Menschen, die ich liebe? 
Menschen...ohne Stein als Herz... 

Lange konnte ich nicht glauben, 
daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt, 
bin immer hin und her gelaufen, 
hab geknurrt und hab gegrollt. 

Tagelang hab ich gewartet, 
kein Futter hab ich angerührt. 
Wochen...sind daraus geworden...! 
von Euch - keiner zurückgekehrt! 

Lange hab ich überlegt, 
was habe ich euch nur getan? 
Sicher war es furchtbar schlimm, 
sonst hättet ihr das nicht getan! 

Draußen vor dem Eisengitter 
gehen viele, Tag für Tag, 
schauen oft zu mir herüber, 
aber keiner holt mich ab. 

Manchmal kommen Kinder, 
die spielen auch mit mir, 
doch wenn dann der Abend kommt - 
geh'n sie heim und ich bleib hier! 

Traurig stehe ich am Gitter, 
wedle freundlich jedem zu 
wer mich anschaut...? 
kommt nicht wieder, 
egal, ob ich noch wedeln tu'... 

Lange Zeit ist schon vergangen... 
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz 
irgendwann hab ich vergessen 
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...! 

Warum?

Du hast in meine Augen gesehen,
da war es schon um dich geschehen,
Du hast mich mit nach Hause genommen,
ich bin ganz neugierig mitgekommen.

Du hast mich stolz spazieren geführt,
die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt,
und dich eine Weile glücklich gefühlt.

Dann hab ich auf den Teppich gemacht,
da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann mußt du fort, ich weiß nicht wohin,
ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
dann hab' ich vor Frust die Möbel zerkaut,
das war dir zuviel, und du wurdest laut.

Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
und ich habe deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus,

Du hast mir Futter und Wasser gegeben
und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
hattest die Nase voll von uns Hunden.

Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.

Dann hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
an einen neuen, besseren Ort.

Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich?
Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
du hast mir mein ganzes Leben genommen.
Warum liebtest du mich? Hast mich niemals
begriffen.
Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.

Dein Herz ist kalt, wird niemals warm.
Bei all dem Spielzeug bist du - arm...

Ein treues Herz

Ein treues Herz, ein treuer Blick, 
das gibt´s noch auf der Welt - 
denn auch im Schmerz - 
nicht nur im Glück 
ein Wesen zu Dir hält. 

In Freud und Leid, zu jeder Stund´, 
hält einer treu zu Dir: 
Dein Hund. 

Er dankt für jedes kleine Glück 
und blickt Dich an beseelt. 
Er spricht zu Dir mit seinem Blick, 
da ihm die Sprache fehlt. 

Erkenn´ den Wert, bevor´s zu spät, 
sei gut zu Deinem Tier - 
denn wenn Dein Hund einst von Dir geht, 
wer hält dann die Treue Dir?! 

Im Tal des Regenbogens

Kleines Seelchen in der Nacht, 
hast mir so viel Glück gebracht, 
mußtest gehen, bist nun fort, 
weit an einem schönen Ort. 
Regenbogen, Wasserfall, 
grüne Wiesen überall, 
spielen, toben, frohes Treiben 
hier willst Du ganz sicher bleiben. 
Kleines Seelchen warte dort, 
wart auf mich an diesem Ort, 
eines Tages, Du wirst sehen, 
werden wir uns wieder sehen.


Einmal wenn wir uns wieder sehen, 
werden wir gemeinsam gehen, 
in die Ewigkeit, ins Morgen, 
hier gibt es nie wieder Sorgen. 
Mensch, sei gut zu Deinem Tier, 
denn gemeinsam wollen wir, 
doch die Ewigkeit verbringen.


Kleines Seelchen in der Nacht, 
hast mir oftmals Freude gemacht, 
Dank, sag ich an dieser Stelle, 
geh nun über diese Schwelle. 
Geh nach Haus zu all den Lieben, 
sieh sie warten auf Dich drüben, 
mach Dir keine Sorg`um mich
Seelchen, ich vergess` Euch nicht!

Der alte Kettenhund

Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang,
zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.

Man hat mir meinen Hund genommen

Man hat mir meinen Hund genommen!
In der Nacht sind sie gekommen -
sagten, dass er bissig sei
und sie von der Polizei.

Er tat niemand was zuleide,
schlief sogar in meinem Bett,
war der Letzte meiner Freunde
und zu Allen ganz ganz nett.

Im Sommer hat es angefangen.
Die anderen Kinder sind gegangen,
durften nicht mehr zu mir gehen,
mich zum Spielen nicht mehr sehen.

Frag ich die Großen dann: "Warum?"
Sind sie vor Traurigkeit ganz stumm.
Mein Hund hat die falsche Rasse,
ist jetzt in der Kampfhundklasse.

Ach mein Kummer ist so riesig
und der Schmerz, der ist so groß!
Und ich frag mich immer wieder: "
Was ist bloß in Deutschland los?"

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind.
Ach, sie können's nicht verstehen -
nicht nur, weil sie Kinder sind!

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind!
Und ich frag mich immer wieder:
"Wo führt DAS nur hin, mein Kind?"

Als ich meinen neuen Hund bekam

Ich bat um Stärke,
um ihn perfekt zu erziehen.
Ich wurde aber schwach
und verwöhnte ihn mit Häppchen.

Ich wollte einen Hund, der gehorcht,
so dass ich stolz sein könnte.
Ich bekam einen widerspenstigen,
der mich demütigte.

Ich wollte Gehorsamkeit,
um überlegen zu sein.
Es wurde ein Clown,
der mich zum Lachen brachte.

Ich hoffte auf einen Begleiter,
gegen meine Einsamkeit.
Ich bekam den besten Freund,
der mir das Gefühl der Liebe gab.

Ich bekam nichts, was ich wollte,
aber alles, was ich brauchte!

Einer  bleibt selten allein

 

Du willst also ausstellen -
das ist aber gefährlich.
Es bleibt nicht bei einem Hund -
sei doch mal ehrlich.

Einer ist gar nichts,
ein Zweiter muß her!
Ein Dritter ist einfach,
ein Vierter nicht schwer.

Ein Fünfter erfreut Dich,
mit ´nem Sechsten wird´s gehn.
Ein Haus voller Hunde
macht´s Leben erst schön!

Warum nicht noch einen,
Du traust Dich, nicht wahr?
Sie sind wirklich ganz einfach,
aber mein Gott, das Haar!

Ein Hund auf dem Sofa,
ein Hund im Bett!
Hunrige Mäuler in der Küche,
das findest Du nett?

Sie hören auf´s Wort
und sind gar kein Problem!
Wenn´s noch einer mehr ist,
wird es immer noch gehn.

Die Möbel sind staubig,
die Fenster nicht klar,
der Boden ist schmutzig,
das Sofa voll Haar.

Es leidet der Haushalt,
man nimmt´s kaum noch wahr.
Die Nasenabdrücke
und überall Haar!

So suchen wir Platz,
der neue Welpe ist top!
Wir finden schon Zeit,
für Besen und Mop!

Es gibt kaum ein Limit,
dem Himmel sei Dank!
Ihre Zahl zu verringern,
der Gedanke macht krank!

Jeder ist anders,
Du weißt, wer da bellt.
Das Futter ist teuer,
der Tierarzt kriegt Geld!

Die Familie bleibt weg,
Freunde lassen Dich in Ruh´.
Du siehst nur andere Hundeleute,
die genauso leben wie Du!

Die Blumen sind tot,
der Rasen ist hin,
doch am Wochenende
hast Du anderes im Sinn.

Man meldet und reist,
so ist der Trott.
Dazu die Hundesteuer,
bald bist Du bankrott.

Ist es das wert,
was machst Du da bloß?
Dann kommt Dein Liebling
und springt auf den Schoß.

Sein Blick wärmt das Herz
und um nichts in der Welt,
gäbst Du einen nur her,
was bedeutet schon Geld?

Egal, ob für Zucht,
für Show oder Spaß,
für jeden gibt´s Platz,
jeder dient zu irgendwas.

Die Winter sind mühsam,
mal naß und mal rauh.
Die Hunde sind schmutzig
und Du bist ganz blau.

Manche Abende sind gräßlich,
dann schreist Du im Haus.
Die Hunde auf dem Sofa,
sie wollen hinaus.

Die Hunde, die Shows,
die Reisen, die Sorgen,
die Arbeit, die Spannung,
die Gedanken an morgen!

Es muß wohl was wert sein
und es muß Dir was geben,
denn sie lieben Dich alle,
die Hunde in Deinem Leben.

Alles hat sich verändert,
nichts ist mehr gleich!
Du liebst Deine Hunde und
Deine Seele ist reich !!!

Für einen Freund

Bis vor kurzem hatte ich
einen Hund, den liebte ich.
Hast nichts Böses je verbrochen, warst dem Menschen zugetan,
heute hast du sterben müssen, gehörst der falschen Rasse an.

Warst Begleiter mir und Freund auf den Streifen in der Nacht,
alle Ausbildungen und Prüfung mit Bravour hast du gemacht.
Doch des Menschen blinder Haß
hat vor dir nicht Halt gemacht.

Wie oft hast im Einsatz du, eines Menschen Leb' gerettet,
bist mit Eifer und mit Mut in den tiefsten Schacht geklettert,
das verschollne Kind gewittert
und nach Haus zurück gebracht.

Hund, ich trauere um dich und um alle deiner Rassen,
hast deine Treue jetzt bezahlt,
weil du stets und sehr gelassen,
allen Menschen hast vertraut.

Deine Taten zählten nicht,
qualvoll war dein Tod durch Gift,
von des Hundehassers Hand,
Opfer einer Hexenjagd in diesem so verirrten Land.

Ich erinnere mich zurück,
denk an Stunden voller Glück,
seh dich laufen, seh dich toben mit deinen Freunden groß und klein,
jetzt siehst du mich von dort oben,
ja, sieh her mein Hund, ich wein'.

Sicher hast du dort gefunden,
deinen Frieden und dein Glück,
doch ich bleib allein hier unten,
bleibe ohne dich zurück.
Denk an unsere schönen Zeiten
gern erinnere ich mich zurück.

In Gedenken an alle Hunde,die in diesem Land hingerichtet werden.
 
 
Sie war n u r ein Hund
 

Das Leben geht weiter, die Erde bleibt rund
von "oben" schaut sie runter - sie war n u r ein Hund.

Utopie war ihr Name - an die Zukunft gedacht,
"Nicht springen" hieß sie auch noch - wir haben viel gelacht.

Der Zaun ist gebrochen - das Auto kam schnell,
am Asphalt lag sie bewusstlos - zerfetzt auch das Fell.

Ihr Herz war sehr stark, der Körper voll Kraft,
das Ärzteteam hat ein Wunder vollbracht.

Wir atmeten auf - sie sollte nur leben,
denn sie hat uns in den fünf Jahren soviel gegeben.

Ob Nachwuchs, ob Sport oder Schau
eines wußte "Topie" immer genau

"Mach alles gut, dann sind alle zufrieden,
meist hat sie sich nur für das Beste entschieden.

Utopie konnte weinen - welcher Hund kann das noch
sie riss in meinem Herzen ein riesiges Loch.

Neun Wochen gings aufwärts - dann kam das Tief,
es streikte ihr Körper - es lief alles schief.

Meine Hand wollte streicheln - Topie gibt es nicht mehr
der Platz neben meinem Bett - er ist jetzt wieder leer.

Die Freunde, sie trösten - "Fass dich - bleib gesund!
Das Leben geht weiter - s i e war n u r ein Hund!

 

(von Inge Eberstaller)

Geschichten

 


Die Rückkehr zur Regenbogenbrücke

Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an und ein Rudel von Hunden

 kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu begrüssen.

Er war darauf gefasst, dass er nun angegriffen würde,

 aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.

 Anstatt ihn zu beissen, küssten sie ihn einfach.

 Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihm.

Keiner von ihnen wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren,

so wie er damals, und dann als Kampfhund benutzt, um dann in der Gosse

 zu sterben, weil er eine hässliche Promenadenmischung war.

Sie erklärten, dass sie auf ihre Herrchen warten würden,

die sie so geliebt hatten.

Was IST Liebe?, fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die Erde

 zurückkehren um das herauszufinden.

Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen darauf,

 geboren zu werden.

Ängstlich wartete er bis zuletzt,

als er dann an den Hinterfüssen herausgezogen wurde.

 Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab.

 Sie zeigten ihm, wo es einen warmen Schluck mit warmer Milch gab.

 Er hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten.

 Seine Brüder und Schwestern waren weitaus kräftiger als er selbst

 und stiessen ihn zur Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen

 ein wenig zur Seite und hielten seinen Körper, so konnte er trinken.

Aaaahhh .. so ist es besser! dachte er und trank,

 bis er erschöpft war und zusammengekuschelt

bei seiner Mutter eingeschlafen ist.

 Ich erinnere mich genau daran sagte er erfreut.

 Zu dumm, dass ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kälte

und Nässe musste um dort zu kämpfen und als Verliererhund sterben musste.

 Ich erinnere mich, was es heisst ein Hund zu sein....

dachte er traurig.

Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken,

aber er fiel immer wieder zur Seite weg.

 Wenn die anderen vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt

 und er konnte nur noch die Restmilch trinken,

 die die anderen übrig gelassen hatten.

 Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte,

 dass er auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer,

 als er an der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug,

 dass er aufstehen konnte. Er war noch so klein und schmächtig.

 Er fiel auf den Rücken und konnte sich nicht mehr aufrichten.

 So begann er zu schreien.

 Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand

 wieder da und dann gaben sie ihm einen Gumminippel in den Mund.

 Es hat nicht so gut geschmeckt, wie die der Mutter,

aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen.

 Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen nicht voll entwickelt waren.

 Er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die Gebärmutter

 zu folgen als er die letzte Chance von der Regenbogenbrücke genommen hatte.

Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn zugedeckt

mit einem warmen, weichen Tuch auf den Bauch genommen hatte.

 Das hielt seinen knochigen Körper schön warm

und die wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten haben ihn sehr beruhigt.

 Er dachte wieder an seinen neuen Freund,

der so lieb an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott fragte,

 ob er wohl nochmals zurück dürfte.

 Gott sagte : Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist.

So wurde er für einige Stunden ( es kam ihm vor wie Tage

aber er wusste ja nicht was Zeit ist und es war ja auch dunkel),

gaben ihm die Menschen seine Milcheinheiten und gaben ihm

die Wärme und Liebe seiner Mutter wieder.

Er wurde grösser und agiler und der Mensch nahm ihn immer öfters

 aus dem Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost und geküsst wurde

 und er den Herzschlag hören konnte der fest und lieb klang.

Dann kam Gott und fragte ihn:

Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke zurück zu kommen?

Ja antwortete er, mit einer kleinen Wehmut,

weil der Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann.

 Er liess die Luft aus seinen Lungen und ging zurück über die Regenbogenbrücke.

 Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte

und seinen Körper in Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt hatte.

Danke Gott, sagte er.

 Liebe ist WUNDERBAR

und nun werde ich auch an der Regenbogenbrücke auf den Menschen warten,

 um ihr beim eintreffen zu sagen, dass ich sie auch geliebt habe.

Ein Brief aus dem Tierparadies

"Mein Herrchen", 

ich bin es, Bonnie, dein Hündchen, der Dir diesen Brief schreibt.

Ich bin im Paradies der Tiere. Als wir in den Urlaub fuhren,

 hieltest Du an und sagtest: "Steig aus Bonnie, steig aus".

 Ich sprang aus dem Wagen und Du machtest die Tür zu und fuhrst fort.

 Erst dachte ich, Du wolltest mir nur Angst machen,

aber als ich Dein Auto in der Ferne verschwinden sah, da wurde mir klar:

 Du hast mich ausgesetzt. Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit.

 Ich lief Dir nach, aber ich konnte Dich nicht mehr einholen.

 Ich lief und lief - ohne zu wissen wohin

und dabei wurde ich von einem Auto angefahren

und in einen Graben geschleudert - ich konnte mich nicht mehr bewegen.

 Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen,

und in meiner Not habe ich Dich um Hilfe gerufen,

aber Du warst schon weit weg. Deinem Urlaubsziel entgegen.

Nach langen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich.

 Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig.

Sag mir, warum hast du das getan? Hast Du mich so wenig lieb gehabt?

 Wir sind sehr viele, die von ihren Familien ausgesetzt wurden,

alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der Dich und mich erschaffen hat,

 möge Dir verzeihen. 

"Dein Bonnie, der Dich so lieb hatte"

Bin ich jetzt berühmt?

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn.

Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder

und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt.

 Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand,

 keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig,

 wenn sie von ihr weggehen. Heute verließ ich mein Heim.

Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter

 und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht.

 Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein.

Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten?

Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat,

daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.



Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich.

 Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch.

Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig,

weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist.

Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind.

 Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich

auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkelchen und Fröschen.



Ich weiß nicht, warum sie mich treten.

Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge.

Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte.

 Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg,

 bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann.

Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.



Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm.

Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen,

aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist,

 hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen.

Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell.



Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen.

 Ich bin auch sehr durstig.



Jetzt habe ich nur noch acht.

Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen.

 Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach.

Vielleicht können wir etwas Futter bekommen,

 wenn ich sie auf die Veranda trage?



Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand,

 uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen.

Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten.

Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan.

Sind meine Babies jetzt berühmt?

Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.



Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit.

 Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten.

 Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht.

 Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein.

Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.



Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals

und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war

und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch.

 Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!!

Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen,

der mich gestreichelt hatte.



Jetzt bin ich berühmt: Heute hat sich jemand um mich gekümmert.

Die Geschichte von Lea


Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.

 Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.

 Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell,

aber sie war oft krank und sehr dünn.

Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern.

Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

 Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen,

 hatte ich furchtbare Angst und war so traurig.

Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen

und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.

Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

 Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten

und dass das Geschrei meiner Schwester

und mir ihnen auf die Nerven gingen.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.

Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,

 ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

 All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche -

wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.

 Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.

 Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen.

 Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

 Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen,

die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

 Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.

 Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.

Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.

 Oft hören wir sagen "oh, sind die süss, ich will eines",

aber dann gehen die Leute wieder fort.

 Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.

Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,

wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.

Als sie Sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie,

sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden,

 damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen,

als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !

Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute,

die sich tatsächlich für MICH entschieden haben.

Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei

und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.

Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Hundchen.

 Ich heisse jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar.

 Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,

 passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel,

viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen

 und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen

 und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt.

Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.

Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin,

 das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok,

dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien

meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,

sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln

und von Dysplasie E und von Herz zwei.

 Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie

gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem

begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

 Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen

sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh.

 Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot,

 wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.

Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein,

aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich.

Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

 In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt

und immer hiess es "genetisch" und "nichts machen".

Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen,

 möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.

Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken

und nur noch schreien vor Schmerzen.

 Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ?

War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ?

Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.

Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht

des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst.

 Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben.

 Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.

 Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich,

und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.

Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank,

 der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

 Ein Traum: ich sehe meine Mama,

meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese.

Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück.

So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen

auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln

 und einem kleinen Schnuffeln.

 Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen,

 es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.

 Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

Lea

Eine Geschichte zum Nachdenken

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt,

 darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen.

 Dieser Satz lockte Kinder an.

 Bald erschien ein kleiner Junge und fragte:

 "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer meinte:

"Zwischen 30 und 50 Dollar"

Der kleine Junge griff in seine Tasche und zog etwas Wechselgeld heraus.

 "Ich habe 2,37 Dollar. Kann ich sie mir anschauen?"


Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin

namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäftes hinunter,

 gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eines davon war einzeln,

ersichtlich weit hinter den anderen. Sofort sah der Junge

den humpelnden Kleinen. Er fragte: "Was fehlt diesem kleinen Hund?"

Der Mann erklärte, dass als der Kleine geboren wurde, der

Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest

 seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte

"den kleinen Hund möchte ich kaufen." Der Mann antwortete,

"nein, den kleinen Hund möchtest Du nicht kaufen.

Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir."

Der kleine Junge war ganz durcheinander.

Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte

"Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist genauso viel wert

wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen.

 Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann 50 Cents jeden Monat,

bis ich ihn bezahlt habe." Der Mann entgegnete

" Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen,

hüpfen und spielen können wie die anderen kleinen Hunde."

Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf

und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein,

geschient mit einer dicken Metallstange.

Er sah zu dem Mann hinauf und sagte "na ja, ich kann auch nicht

so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis

 für ihn hat" Der Mann biss sich auf seine Unterlippe.

Tränen stiegen ihm in seine Augen, er lächelte und sagte:

 "Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass

jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie Dich haben wird"

Datenschutzerklärung
Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!